Ubuntu Server 24.04 LTS Schritt für Schritt installieren
Ausführliche Installation von Ubuntu Server 24.04: ISO, Datenträgerlayout, erste Anmeldung und optionale feste IP-Adresse.
Ubuntu Server 24.04 LTS bietet eine auf die Kommandozeile ausgerichtete Basis für Hosting und andere Serverprojekte. Dieses Beispiel nutzt eine virtuelle Maschine mit 40-GB-Datenträger, Schnittstelle ens33, Adresse 192.168.0.100 und Gateway 192.168.0.1. Ersetzen Sie diese Werte. Sichern Sie Daten auf dem Zieldatenträger.
Voraussetzungen und Installationsmedium
Laden Sie das ISO-Abbild für Ihre Architektur von https://ubuntu.com/download/server herunter. Eine Internetverbindung ist für Paketupdates hilfreich. Schreiben Sie die ISO für einen physischen Rechner auf einen USB-Stick oder binden Sie sie in VMware oder VirtualBox als virtuelle DVD ein. Starten Sie davon.
Start des Installationsprogramms
Der Installer startet vom Installationsmedium. Wählen Sie die Installationsoption Ihres Systems.
Die ersten Menüs führen zur Sprachauswahl. Wählen Sie die Installationssprache.
Wählen Sie das Layout Ihrer Tastatur. Navigieren Sie mit Tab und Eingabe und wählen Sie Fertig.
Prüfen Sie das gewählte Tastaturlayout und fahren Sie fort.
Wählen Sie Ubuntu Server in Standard- oder Minimalversion. Dieses Beispiel verwendet die Minimalversion und installiert weitere Software später.
Netzwerk, Spiegelserver und Speicher
Prüfen Sie die erkannte Netzwerkschnittstelle. DHCP vergibt bei Verfügbarkeit automatisch eine Adresse; eine feste Adresse lässt sich hier oder später eintragen.
Tragen Sie nur dann einen Proxy ein, wenn Ihr Netzwerk ihn benötigt.
Behalten Sie den vorgegebenen Ubuntu-Paketspiegel oder wählen Sie einen geeigneten anderen.
Dieses Beispiel nutzt den gesamten 40-GB-Datenträger. Bei Bedarf können Sie eigene Partitionen anlegen. Prüfen Sie das ausgewählte Gerät sorgfältig.
Bei LVM kann der Installer zunächst nur einen Teil der Volume Group dem logischen Root-Volume zuweisen. Die Größe hängt von den Einstellungen und dem Datenträger ab.
Wählen Sie ubuntu-lv oder das betreffende logische Volume, um die Größe zu ändern.
Bearbeiten Sie das logische Volume.
Tragen Sie die verfügbare Maximalgröße ein, wenn das Root-Dateisystem den freien Platz nutzen soll.
Prüfen Sie das Ergebnis und überlegen Sie, ob separate Volumes für /home oder /var sinnvoller wären.
Bestätigen Sie die Änderungen erst nach Prüfung von Ziel und Layout; vorhandene Daten können gelöscht werden.
Benutzerkonto und zusätzliche Pakete
Geben Sie Hostnamen, Benutzernamen und ein sicheres Passwort ein. Das angelegte Konto kann das System mit sudo verwalten.
Ubuntu Pro ist optional; fahren Sie ohne Abonnement fort, wenn Sie es nicht benötigen.
Wählen Sie OpenSSH Server installieren, wenn Sie den Rechner über das Netz verwalten. Importieren Sie nach Möglichkeit einen öffentlichen Schlüssel.
In diesem Minimalbeispiel überspringen Sie die optionalen Server-Snaps; Dienste lassen sich später installieren.
Warten Sie auf das Ende der Installation.
Starten Sie nach Abschluss neu und entfernen Sie auf Aufforderung das Installationsmedium.
Das System startet jetzt Ubuntu Server.
Erste Anmeldung
Melden Sie sich lokal oder per SSH mit dem angelegten Benutzer an.
Nach erfolgreicher Anmeldung erscheint die Kommandozeile.
Verwenden Sie sudo für einzelne Verwaltungsbefehle. Eine vorübergehende Root-Shell ist mit sudo -s möglich; ein direktes Root-Login mit eigenem Passwort ist hier nicht erforderlich.
Wenn SSH nicht im Installer gewählt wurde, installieren Sie OpenSSH Server und prüfen Sie den Dienst:
sudo apt update
sudo apt install openssh-server
systemctl status ssh
Installieren Sie bei Bedarf einen Texteditor; nano ist leicht zu bedienen, vim-nox eine weitere Möglichkeit.
sudo apt install nano vim-nox
Feste Adresse bei Bedarf einrichten
Ubuntu Server verwendet Netplan; der Name der aktiven YAML-Datei hängt von Installer, VM oder Cloud-Image ab. Prüfen Sie zuerst /etc/netplan/. Auf Cloud-Systemen kann cloud-init das Netzwerk verwalten; verwenden Sie dort die unterstützte Methode des Anbieters. Deaktivieren Sie cloud-init auf einem entfernten VPS nicht unbesehen.
Das folgende lokale VM-Beispiel nutzt ens33 und eine private Adresse. Passen Sie Schnittstelle, IP, Gateway und DNS an und speichern Sie die YAML-Datei am passenden Ort. Halten Sie bei Änderungen am entfernten Netzwerk eine Konsole bereit.
network:
version: 2
renderer: networkd
ethernets:
ens33:
dhcp4: false
addresses: [192.168.0.100/24]
routes:
- to: default
via: 192.168.0.1
nameservers:
addresses: [8.8.8.8, 8.8.4.4]
Testen Sie mit netplan try; ohne Bestätigung werden Änderungen automatisch zurückgenommen. Prüfen Sie Adresse und Route, bevor Sie die bisherige Verbindung schließen.
sudo netplan try
ip address show ens33
ip route
Ergänzen Sie bei Bedarf in /etc/hosts die Zuordnung von server1.example.com zu 192.168.0.100 und setzen Sie den kurzen Hostnamen mit hostnamectl.
sudo hostnamectl set-hostname server1
sudo nano /etc/hosts
Prüfen Sie kurzen Hostnamen und FQDN; letzterer braucht funktionierendes DNS oder einen Eintrag in /etc/hosts. Das Tastaturlayout lässt sich separat ändern.
hostname
hostname -f
sudo dpkg-reconfigure keyboard-configuration
Der Basisserver kann weiter eingerichtet werden: Updates, Firewall, Backups und Überwachung gemäß seinem Einsatzzweck.
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